Gefangen in Deutschland

Gefangen in Deutschland - Wie mich mein Türkischer Freund in eine islamische Parallelwelt entführte von Katja Schneidt


So ein langer Titel und das alles passt auf ein Taschenbuch ! Respekt an den Designer des Buches. Ich hätte es nicht geschafft und hätte den Titel gekürzt. Das einzigst gute an diesen Titel ist die Tatsache das es sofort auskunft darüber gibt um was es geht. Das ist nicht bei allen Titeln so.
Abgesehen von den langen Titel ist das Buch nicht besonders dick. Bei dem Taschenbuch sind es knapp 300 Seiten. Der Titel zeigt wahrscheinlich Katja Schneidt, die Autorin und Hauptperson in einen ist. Es ist also eine Biographie. Katja Schneidt erzählt über ihre eigenen Erlebnisse über eine Parallelgesellschaft mitten in Deutschland. Sarazzin schreibt nur darüber.


Was mich an diesem Buch besonders erschreckte, war die Tatsache das es sich wirklich so zugetragen hatte ! Ihr Freund Mahmud hatte einen normalen und gut bezahlten Job, lebte in einer normalen Wohnung und sprach auch ein sehr gutes Deutsch, und trotzdem behandelte er seine Freundin wie ein Mensch zweiter Klasse. Er schlug sie, vergewaltigte sie und verbot ihr jeglichen Umgang zu ihren deutschen Freundinnen. Katja hatte nur noch Umgang mit Muslimischen Frauen, die sich ihren Schicksal gefügt haben.


Was mich an den Buch am meisten aufregt, ist das ein paar Sachen nicht weiter vertieft wurden. Es ist nicht so, dass ich mich an den Schicksal dieser Frau mehr unterhalten möchte, ich möchte einfach nur mehr wissen ! Sie bekommt von mir auf jeden Fall den vollsten Respekt das sie darüber geschrieben hat, es gehört auf jeden Fall eine Menge Mut dazu. Vielleicht wusste sie nicht mehr, dass könnte es natürlich auch sein. Sie konnte nur über das schreiben, was sie wusste und das war ohnehin schon sehr viel. Für die knapp 300 beschriebenen Seiten bekommt man einen guten Eindruck über ihre damalige Welt. Katja war keineswegs schüchtern, sie war selbstbewusst, hatte ein gestärktes soziales Umfeld und soweit ich es beurteilen konnte war sie auch sehr selbstbewusst. Davon ist aber nach ihrem Treffen mit Mahmud nichts mehr zu spüren.


von 5

 

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