Das Angstspiel

Das Angstspiel von Birgit Schlieper

 

Jugendthriller

 

Die Geschichte:

Linda wird gestalkt. Sie ist nirgendwo mehr sicher, weder zuhause noch in der Schule. In einen Chat lernt sie einen Jungen namens "Kaktus" kennen. Der Verdacht fällt sofort auf den anonymen Chatpartner. Doch dann kommt heraus, dass Kaktus unmöglich der Täter sein könnte. Doch wer sonst sollte so ein Angstspiel mit Linda führen ?

 

Zur Geschichte:

Am Anfang wurde das Buch den Klappentext noch gerecht, doch dann ändert sich der eingeschlagene Weg komplett. Ich verstehe nicht warum das nicht im Klappentext aufgenommen wurde. Ich meine man kann doch nicht in den Klappentext schreiben, dass es um einen aufdringlichen Chatpartner geht und plötzlich spielt das mitten im Buch keine Rolle mehr. Im Deutschunterricht würde es wohl "Thema verfehlt" heißen. Trotz allen war gerade dieser Wendepunkt in der Geschichte gut. Endlich tauchte etwas Spannung auf und jeder Leser war genauso ratlos wie die Hauptperson Linda. 

 

Schreibform:

Die Schreibform hat mich ziemlich enttäuscht. Die Geschichte wurde nur hinunter gerattert. Völlig lieblos geschrieben, nach dem Motto wie erzähle ich die Geschichte ohne Emotionen ? Auch das Erklären von Personen gehört wohl nicht gerade zu den Stärken der Autorin. Die Beschreibungen der Personen wurden Steckbriefartig hinuntergerattert. Ich hasse das, ich möchte in Büchern nicht solche Sätze wie: "Die 1:60 große, 50 Kilo schwere, blonde und blauäugige Linda" hören. Viel mehr gefällt es mir, wenn die Autorin erst nach und nach etwas über die Personen preisgibt. Das könnte aber auch einfach nur eine Gefallen-Frage sein. Eins jedoch muss ich der Autorin zugute lassen. Sie beschreibt jede einzelne Handlung, jeden einzelnen Gedanken der Hauptperson und lässt sie somit lebendig werden.

 

Spannung:

Die Spannung fehlte am Anfang des Buches komplett. Die Geschichte wirkte eintönig. Doch nach dem dieser Wendepunkt kam wurde die Geschichte erst richtig spannend. Erst dann konnte ich das Buch nicht mehr weg legen. Am anfang musste ich mich richtig dazu zwingen weiter zu lesen. 

 

von 5