Radikal

Radikal - Jana Frey


Ich habe ja in meinen letzten Eintrag angedeutet das ich ein riesiger Fan von Jana Frey bin und prompt folgt von ihr ein Eintrag. Seltsam. Das Buch Radikal habe ich mir gerade vor kurzen bestellt und in unglaublichen 4 (!!!) Stunden durchgelesen. Das kann auch darin liegen, dass es nicht besonders dick ist, es hat nämlich gerade mal knappe 230 Seiten.


Inhaltsangabe:
Das Leben vom Schüler Ben läuft gerade nicht gut. Sein Schwarm Lene beginnt eine mit seinen besten Freund und er bemerkt wie sich seine Freunde Stück für Stück von ihn abwenden. Nachdem Schulferien bekommt seine Klasse einen neuen Mitschüler: Lennart. Lennart ist ziemlich rebellisch, er streitet sich mit seinen Lehrern, Eltern, Mitschülern, hat eine verdammt große Schnauze und er ist ein Skinhead. Nicht nur von seinen Mitschüler bekommt er das Faschistische Gedankengut vermittelt, auch sein Großvater fühlt sich in der braunen Szene wohl. Er beginnt sich langsam an die Szene heranzutasten und wird ziemlich schnell in den Braunen Sumpf gezogen, erst als es zum äußeren kommt, beginnt Ben über seine Fehler nachzudenken...


Zur Geschichte:
Das Thema dieser Geschichte ist brisant und aktuell. Jana Frey versucht jeden Gedankengang von Ben wiederzugeben und seine Meinung über Ausländer darzustellen.


Eins hat mich jedoch gewundert. Ben kommt erst durch seinen Mitschüler in die Szene, doch sein Großvater isst selber in der Szene unterwegs. Warum bekommt er erst durch Lennart den Eintritt in die Szene und nicht früher ? hört man echt auf Mitschüler eher wie auf seine Familienmitglieder ?


wie schnell Ben seine Weltansicht ändert ist krass. Er wurde als Weltoffen und Kulturfreundlich erzogen und beginnt in kürzester Zeit seine kompletten Gedanken zu ändern. Dieser Wendepunkt kommt erst schleichend, doch dann ist er plötzlich voll da.


Die Charaktere:
Ben war vor diesem ganzen Chaos, sogar noch vor den Sommerferien recht beliebt in der Klasse. Er wurde sogar ein Jahr vorher zum Klassensprecher gewählt, er war mit einen Juden und einer Türkin befreundet. Er war immer freundlich und hilfsbereit. Seine Mutter war sehr weltoffen und hat ihren Sohn nach diesen Absichten erzogen. Doch Ben ist irgendwie anders. Ich möchte ihn nicht als aggressiv bezeichnen, aggressiv wird er erst im Laufe der Geschichte. Naiv würde vielleicht besser passen. Er braucht auch einfach nur Freunde, Freunde die für ihn da sind und die findet er halt in der Szene.


Schreibweise:
Jana Frey schreibt sensibel, doch auch knallhart. Egal wie schlimm und gewaltsam die Szene ist, sie wird schonungslos und genau beschrieben. Die Gedanken von Ben werden wiedergegeben.


Volle Punktzahl !!!


übrigens und dieser Punkt wird vielleicht nicht besonders viele interessieren. Ich habe mir dieses Buch für gerade mal einen Cent bei Amazon bestellt. Vielleicht interessieren sich ein paar dafür wie die Bücher aussehen, wenn man sie bekommt. Man sieht die Gebrauchs Spuren und ein paar der Seiten waren leicht eingeknickt, doch das Buch war sauber und bis auf die abgeknickten Seiten in einen guten Zustand. Die Lieferung war wie immer schnell. Das sollte jetzt übrigens keine Werbung für Amazon sein :D