Villa des Schweigens

Villa des Schweigens von Ulrike Kylance

 

Nach langer Prüfungsvorbereitung und Praktikum wird es auf jeden Fall wieder Zeit für eine Buchkritik. Natürlich muss es sich jetzt um einen Thriller handeln. Ich habe ihn vor ein paar Wochen schon mal gelesen, heute noch mal gelesen und mich dann dabei entschieden eine Buchkritik zu verfassen.

 

Inhalt:

Nina sucht ein Zimmer, sie will weg von ihrer Tante, die sie durchgehend zum Babysitten verdonnert. Eine alte Stadtvilla entpuppt sich als WG und Nina ist glücklich über den billigen Mietpreis. Doch was als Traum beginnt verwandelt sich schnell in einen Alptraum. Persönliche Gegenstände verschwinden aus ihrem Zimmer, sie fühlt sich durchgehend beobachtet und nach einer Party wird auch noch die Freundin eines Mitbewohners tot auf dem Flur gefunden...

 

Zur Geschichte:

Das Vorwort ließ viel schlimmeres erahnen, doch ziemlich schnell entpuppt sich das Buch als lasch. Als es im Vorwort hieß das ihr jemand nachschleicht und persönliche Gegenstände aus ihrem Zimmer entwendet habe ich gleich ans schlimmste gedacht. Leider wird aus dem Täter ein freundlicher Mensch der ihr Blumen und teure Schokolade ins Zimmer legt. So einen Täter würde ich auf jeden Fall auch bei mir zuhause willkommen heißen. Gut zugegeben der Vermieter ist auf jeden Fall gruselig, doch nur weil er sich sehr eigenartig benimmt würde ich ihn nicht gleich als Mörder betiteln.

 

Leider gab es in der Geschichte Aspekte die am Anfang zwar eine riesige Rolle spielten, jedoch am Ende nur mit einen kleinen Nebensatz aufgeklärt wurden. Ein Beispiel gefällig ? Julius (der Vermieter) bekommt eine sündhaft teure Villa von seinem Vater geschenkt, hat jedoch ein sehr schlechtes Verhältnis zu ihm. Durch das Praktikum von Nina (sie arbeitet in einer Rechtsantwaltkanzlei) hört sie das der Vater von Julius durchgehend mit ihm Probleme hat. Zwar wird im Anfang des Buches häufig darüber nachgedacht, geredet und geforscht, jedoch am Ende wird diese Frage mit einen kleinen und unbedeutenden Nebensatz beantwortet.

 

Die Charaktere:

Zu den Hauptcharakteren gehören natürlich die fünf-WG-Mitbewohner. Dazu zählen Julius, Claire, Stefan, Benjamin und natürlich die neu zugezogene Nina. Auch die Freundin von Stefan, Lauren spielt eine Rolle. Im Prinzip sollten die 6 Charaktere in den 240seitigen Buch eine Gelegenheit bekommen sich vorzustellen. Wieder ein Beispiel. Benjamin, einer der Mitbewohner über den nur in den ersten Seiten geschrieben wurde das er überhaupt da wohnt. In den letzten paar Seiten wird ihr als schwul geoutet. Das war's, mehr kann ich euch über Benjamin nicht berichten. Die anderen Charaktere sind besser ausgebaut. Das Meisterstück der Autorin bleibt auf jeden Fall Julius.

 

Spannung:

Ich habe ja schon angesprochen, dass das Buch ziemlich lasch beginnt. Doch irgendwann kurz vorm Ende beherbergt auch dieses Buch doch noch etwas Spannung. Ich würde nicht sagen, dass ich von dieser Spannung ans Buch gefesselt wurde. Ich musste mich öfters dazu zusammen reißen es zu lesen.

 

 

Punkte: von 5

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